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Der Anfang der noch hölzernen Bütower Burg reicht bis ins frühe Mittelalter. Man weiß, dass sie sich ungefähr 500 Meter entfernt vom heutigen Schloss befand, an der Stelle, die heute "Smolarnia" genannt wird. Ihr Gründer hieß vermutlich "Byt", von dem der Name der Stadt Bütow stammt.
Die älteste Aufzeichnung des Stadtnamens "Butow" datiert aus dem Jahre 1321. In demselben Jahr wurde Bütow das Privateigentum der westpommerschen Familie von Behr. Die Behrs besaßen die Burg, die Stadt und die umliegenden Gebiete bis 1329, bis sie sie schließlich an den Deutschen Orden verkauften.
Aus dem Jahre 1335 stammt die erste Information über die Bütower christliche Gemeinde, obwohl die Historiker die Gründung einer Gemeinde schon ins 12. - 13. Jahrhundert datieren. Man kann sie also als eine der ältesten Gemeinden der Pommern ansehen. Das wichtigste Ereignis der frühen Bütower Geschichte war die Gründung der Stadt am 12. Juli 1346 nach kulmischen Recht. Die Stadt bekam damals eine eigene Selbstverwaltung mit einem Bürgermeister, eigene Gerichtsbarkeit und ein Stadtwappen
Man vermutet, dass Bütow als eine Stadt auf einer so genannten "Harten Wurzel" gegründet wurde, d.h. in bestimmter Entfernung von der bisherigen Bebauungsstelle. Wahrscheinlich wechselte die Gemeinde damals auch die Schutzheilige: Von der Heiligen Margherita zur Heiligen Katharina. Das nächste, für die Bütower Geschichte sehr wichtige Ereignis, war der für die damalige Zeit sehr moderne Bau der Burg, die an der Stelle erbaut wurde, wo früher die hölzerne Burg der Familie von Behr stand. Die wichtigsten Bauarbeiten führte man in den Jahren 1398 - 1405 durch. Das Bütower Schloss war eine westliche Ordensschutzburg und ein Sitz der Ordensbeamten, die man Prokuratoren nannte.
Während des Dreizehnjährigen Kriegs (1454-1466) zwischen Polen und dem Ordensstaat, gingen die Bütower Gebiete von einer Hand zur anderen. Schließlich übergab der polnische König Kazimierz Jagiellonczyk das Territorium der Burg in Bütow und auch das benachbarte Lauenburg (Lêbork) als Lehen dem Stolper Herzog Erik II. Nach dem Tod des Herzogs kam aber Bütow nicht an Polen zurück, natürlich zur großer Unzufriedenheit der Einwohner der Königlichen Preußen und Danzig. In den nächsten Jahren versuchten die polnischen Herrscher diese Gebiete zurückzugewinnen, leider ohne Erfolg. Endgültig regulierte man den Besitz der beiden Burgen im Jahre 1526. Seid dieser Zeit wurde Bütow polnisches Lehn für die Pommernherzöge aus dem Geschlecht der Greifen.
Während der Herrschaft der Pommernherzöge, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wurde in Bütow die Reformation und Lehre von Luther eingeführt. Man hörte auf, den Zehnten an den Bischof zu bezahlen, drängte die katholischen Priester hinaus und ersetzte sie mit protestantischen Pfarrern.
Nach dem Tode des letzten pommerschen Herzogs Boguslaw XIV im Jahre 1637, kehrte das Bütower Land für 20 Jahre an Polen zurück. Während der 20 Jahre dauernden polnischen Herrschaft wurde der Katholizismus wieder eingeführt und die Rechte des kaschubischen Adels jenen der polnischen Schlachta angepasst. Die Zeit spielte aber keine so große Rolle für die Stadt und die einheimische Bevölkerung. Die Katholiken gewannen die Kirchen, die bis dahin von den Protestanten benutzt wurden, zurück und der Adel seine Rechte.
In Bezug auf die Schwächung des Polnischen Staates während der Schwedenkriege, kam es im Jahre 1657 zu dem Vertrag zwischen dem König und dem brandenburgischen Kurfürsten, der das Bütower Land als Lehen erhielt, als Ausgleich für die Hilfe im Krieg gegen die Schweden. Formal blieb Bütow im Besitz der Brandenburger bis zum Jahre 1773, in der Wirklichkeit wurde der Lehnvertrag seit Ende des 18. Jahrhunderts nicht erneuert. Unter Brandenburg-Preußischer und später deutscher Herrschaft war Bütow bis 1945, dann nach 288 Jahren, kam es wieder an Polen zurück.
Die sowjetische Armee eroberte die Stadt am 8. März 1945. Bütow erlitt große Schäden durch die Frontkämpfe. Mehrere Straßen wurden in Trümmer gelegt, von den Resten der Verkehrsmittel und der zerstörten Panzer gesperrt. Die Russen zerstörten nach der Einnahme durch Feuer das ganze Stadtzentrum. Am 9. März brannte auch die katholische Kirche ab. Insgesamt wurden 55-65 % der Stadtbebauung zerstört.
Die ersten polnischen Behörden wurden erst im April ins Leben gerufen. Der erste Bürgermeister hieß Piotr Kubiak, und gleich danach kam Adam Kazimierczak. Ganz schnell ging man an den Wiederaufbau der Stadt heran. Am 15. März 1945 gründete schon der aus Czapiewice angekommene Wac³aw Bruski die erste Baufirma. Bütow hatte noch viele Jahre nach dem Krieg Wohnungsprobleme. Das erste Wohnhaus entstand erst im Jahre 1959. Man baute mühsam die neue Kommunalstruktur wieder auf.
Pierwsze polskie w³adze zosta³y powo³ane w Bytowie dopiero w kwietniu 1945 r. Pierwszym burmistrzem na krótko zosta³ Piotr Kubiak, a po nim Adam Kazimierczak. Bardzo szybko przyst±piono do uprz±tniêcia i remontów uszkodzonych budynków. Ju¿ 15 maja 1945 r., przyby³y z Czapiewic, Wac³aw Bruski za³o¿y³ pierwsz± firmê budowlan±. Wiele lat po wojnie Bytów boryka³ siê z problemami mieszkaniowymi. Pierwszy nowy budynek mieszkalny powsta³ dopiero w 1959 r. Powoli te¿ odbudowywano infrastrukturê komunaln±.
Durch viele Jahrhunderte war Bütow eine Grenzstadt, sowohl in geopolitischer Lage als auch auf Grund der Nationalitäten. Bis 1945 lebten hier nebeneinander Kaschuben, Polen und Deutsche und bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts sogar mit Juden zusammen. Die Deutschen bildeten natürlich die Mehrheit der Stadtbevölkerung und sie hatten den größeren Einfluss auf das Leben der Stadt Bütow. Entsprechend den Verträgen, die den Zweiten Weltkrieg beendet hatten, kam Bütow wieder an Polen zurück. Die deutsche Bevölkerung wurde gezwungen, die kleine, von vielen Generationen bewohnte Heimat zu verlassen. An ihre Stelle kamen Polen aus verschiedenen Gebieten Polens, sowohl die Polen aus östlichen, ukrainischen Grenzgebieten als auch die Kaschuben aus den angrenzenden Bezirken.
Die Rückgewinnung der Unabhängigkeit von Polen im Jahre 1989, erlaubte eine volle, uneingeschränkte Entwicklung und die Rückkehr zu den Traditionen der in Bütow wohnenden ethnischen Minderheiten. Eine echte Wiedergeburt erleben jetzt die Kaschuben. Zu ihren Wurzeln kommen aber auch die Ukrainer und die Deutschen. Diese spezifische multikulturelle Gesellschaft charakterisiert eine harmonische Koexistenz, die z.B. gemeinsame, große Volksfeste zu organisieren erlaubt.
Opracowa³:
Tomasz Rembalski
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